Ernährung
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Futtermenge
Heu
Trockenfutter
Grünfutter
Futterergänzungen
Giftige Pflanzen

Der Speiseplan eines Zwergkaninchens besteht hauptsächlich aus Heu (ca.70%), dass immer ausreichend zur Verfügung stehen sollte, da es die Verdauung reguliert.
Dazu sollte das Kaninchen täglich Grünfutter (ca.25%) bekommen z.B. eine Möhre und ein Stück Apfel oder im Sommer Graß.
Das Trockenfutter (ca.5%) nimmt den kleinsten Teil der Futtermenge ein, denn schließlich bekommen Wildkaninchen auch kein Zusatzfutter.
Außerdem brauchen Kaninchen Nagematerial (Obstbaumäste, hartes Brot, Kabberstangen, u.s.w.) damit sie sich die ständig nachwachsenden Nagezähne abnutzen können.
Im Allgemeinen sollte beachtet werden, dass alles frisch ist, gut riecht und das Haltbarkeitsdatum noch nicht abgelaufen ist. Heu und frisches Wasser sollten dem Kaninchen den ganzen Tag (und die ganze Nacht) zur Verfügung stehen.

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Futtermenge

Wie viel Futter ein Kaninchen bekommen sollte hängt davon ab, wie alt es ist und ob es dazu neigt dick zu werden oder nicht, die Futtermenge sollte deshalb individuell bestimmt werden. Ein paar "Grundregeln" gibt es aber schon:
1. Es sollte immer ausreichend Heu zur Verfügung stehen, denn dies ist die Hauptnahrung der Kaninchen.
2. Ein ausgewachsenes Zwergkaninchen bekommt zu Heu und Grünfutter ca. 3-4 Eßlöffel Trockenfutter.
3. Tragende oder säugende Mütter bekommen etwas mehr Trockenfutter (eine 1-2kg schwere Häsin bekommt etwa 7 Eßlöffel pro Tag).
4. Zu dicke Kaninchen sollten so gut wie gar kein Trockenfutter (nur 1-2 Eßlöffel pro Tag) und dafür mehr Grünfutter bekommen (und mehr Auslauf haben).
5. Bei Jungtieren sollte vorsichtig mit der Grünfutter Fütterung begonnen werden, ihr Speiseplan besteht Hauptsächlich aus Heu und ca. 1-2 Eßlöffeln Trockenfutter pro Tag.
6. Im Sommer kann man die Graßmenge auch steigern, dann wird das Kaninchen weniger Heu fressen.

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Heu

Dies ist der Hauptbestandteil der Ernährung, es sollte immer ausreichend vorhanden sein, da es für die Verdauung wichtig ist. Hier ist es besonders wichtig auf Qualität zu achten, vor allem wenn man das Heu beim Bauern kauft, sollte man sichergehen, dass es "Kaninchenqualität" hat, d.h. nicht muffig riecht, nicht staubig oder schimmelig ist.

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Trockenfutter

Hier gibt es die verschiedensten Variationen und Ausführungen. Man kann das handelsübliche fertig gemischte Futter im Zooladen kaufen oder das Futter selbst mischen und sich die Zutaten beim Großhändler kaufen (auch hier gibt es fertig Mischungen, die oft wesentlich günstiger sind als im Zoogeschäft).
Jungtiere fressen im allgemeinen genau das gleiche Futter wie die Erwachsenen Tiere, man kann den kleinen z.B. ein paar Haferflocken unters Futter mischen, im Zoohandel gibt es auch spezielles Jungtierfutter, dies ist aber eigentlich nicht notwendig.
Selbstgemischtes Trockenfutter kann z.B. aus Kaninchenpellets, getrocknetem Gemüse und wenig Getreide (Hafer und Weizen) bestehen. Wichtig: Pelltets für Zuchttiere verlangen, denn es gibt auch welche für Mastkaninchen!

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Grünfutter

Hier reicht die Liste von A wie Apfel bis Z wie Zuckerrübe, Kaninchen lieben frisches Obst und Gemüse genauso wie Gras und Löwenzahn!
Bei Kaninchen, die bei ihrem Vorbesitzer oder nur wenig oder gar kein Grünfutter bekommen haben sollte man allerdings nur langsam mit der Grünfutter Fütterung beginnen und bei auftretendem Durchfall die Grünfuttermenge verringern bzw. erst mal ganz darauf verzichten, bis der Durchfall weg ist und dann langsam wieder mit der Fütterung beginnen.
Grundsätzlich sollte man bei der Verfütterung von Grünfutter darauf achten, das es etwas Zimmertemperatur hat und nicht nass ist. Graß und Löwenzahn sollte man nicht direkt neben der Straße pflücken, da zu viele Schadstoffe durch die Abgase vorhanden sind.
Klee sollte genauso wie Kohlarten wegen der Blähungsgefahr nur in geringen Mengen verfüttert werden.
Zweige von Ostbäumen werden übrigens auch gerne abgeknabbert (sowohl Blätter als auch die Rinde), außerdem können Zweige von Buche, Ahorn, Weide und Haselnusssträuchern verfüttert werden.
Als kleine Leckerei zwischendurch kann man seinem Kaninchen auch mal etwas Petersilie geben.

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Futterergänzungen

Außerdem lieben Kaninchen hartes Brot, das ist - genau wie Obstbaumäste - auch gut für die ständig nachwachsenden Zähne, allerdings sollte es nur in geringem Maße (ca.2 mal pro Woche) gefüttert werden. Man sollte nur darauf achten, dass das Brot wirklich hart und nicht schimmelig ist. Übrigens getrocknete Maiskolben werden auch gerne abgeknabbert, sollten aber auch nicht im Übermaß gefüttert werden. Mit Knabberstangen und anderen "Leckerlies" sollte man sehr sparsam umgehen, da sie meistens dick machen, ein Stückchen Möhre oder Apfel als Belohnung finden die Kaninchen auch o.k..

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Giftige Pflanzen

Es gibt einige Pflanzen die für Kaninchen (und Menschen) giftig sind, deshalb sollte man im Zweifelsfall nur die Pflanzen an sein Kaninchen verfüttern, von denen man weiß, dass sie ungiftig sind. Hier kann auch ein Buch über Giftpflanzen sehr hilfreich sein!
Zu den giftigen Pflanzen gehören z.B. Bohnen (roh), Blasenstrauch, Efeu, Eibe, Fingerhut, Ginster, Goldregen, Hahnenfuß, Heckenkirsche, Herbstzeitlose, Hundspetersilie, Kartoffelgrün, Lebensbaum, Maiglöckchen, Mohn, Nachtschatten, Rosskastanie Schierling, Schwarze Tollkirsche, Schneebeere, Stechpalme, Tulpen, Zeder und Zwergholunder.

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